Domschatzkammer

Ein neues Museum sakraler Kunst

Bozen wird durch ein Museum der ganz besonderen Art bereichert – die "Domschatzkammer Bozen". Im Erdgeschoß des bereits 1275 als Pfarrwidum genannten Propsteigebäudes wird einer der umfangreichsten Tiroler Kirchenschätze in einer permanenten und didaktisch aufbereiteten Schausammlung zugänglich gemacht. Neben kostbaren liturgischen Gewändern und Fahnenbildern renommierter Barockmaler zeichnet sich der Domschatz von Bozen vor allem durch erlesene Goldschmiedearbeiten des 18. Jahrhunderts aus. Anhand knapp hundert ausgewählter Objekte präsentiert die Domschatzkammer Bozen nicht nur interessante Einblicke in den Kanon römisch-katholischer Liturgie, sondern geht auch der Geschichte der Pfarrgemeinde nach und schenkt der Dompfarrkirche Maria Himmelfahrt besondere Beachtung. Das auf Initiative von Kanonikus Johannes Noisternigg errichtete Museum wurde vor allem durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse sowie durch Beiträge von Seiten der Stadt Bozen und Herrn Comm. Pietro Tosolini realisiert. Die koordinatorische Abwicklung oblag dem eigens gegründeten Verein „Freude des Pfarrmuseums Bozen“, der auch künftig für die Führung des Museums verantwortlich zeichnet. Die Museumsleitung übernimmt Dr. Klaus von Ach.

Ein kurzer Rundgang

Das Raumangebot mit einer Gesamtfläche von ca. 220 qm wurde museumstechnisch adaptiert, um den internationalen Standards zu entsprechen und gliedert sich in vier Räumlichkeiten:

Raum 1: Der erste Raum steht ganz im Zeichen der Geschichte der Pfarre Bozen mit ihren Filialkirchen und der Dompfarrkirche Maria Himmelfahrt. Die gotische Dompfarrkirche ist eines der bedeutendsten kirchlichen Bauwerke Südtirols. Als steinernes Gedächtnis zeugt der Bau vom Anspruchsdenken einer wirtschaftlich florierenden Handelsstadt, deren Selbstverständnis sich in Architektur und Ausstattung an den großen Zentren des süddeutschen Raumes orientierte. Mittels einer Multimediastation werden die Baugeschichte des Domes von den frühchristlichen Anfängen bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sowie die zentralen Kunstwerke seiner Ausstattung im kulturhistorischen Kontext veranschaulicht.

Raum 2: Im zweiten Raum stehen volksfromme Verehrungstraditionen und die Prozessionskultur im Mittelpunkt. Beginnend mit der ältesten ortsspezifischen Kulttradition, der Verehrung des Gnadenbildes "Unserer Lieben Frau im Moos", vermittelt dieser Bereich durchaus mit optischer Fülle einen Einblick in die Reliquienverehrung sowie in die Tradition des Fronleichnamsfestes, das in Bozen eine besondere Bedeutung erlangte. Die glanzvolle Prozession der Überführung der Reliquien des seligen Heinrichs in die Pfarrkirche im Jahr 1759 wird ebenso thematisiert wie etwa die Rolle der Bruderschaften.

Raum 3: Der dritte Raum widmet sich ausschließlich der Silber- und Goldschmiedekunst, die im südlichen Tirol mit einer langen Tradition verbunden ist. Durch die Gegenreformation erlebte sie eine bedeutende Aufwertung im sakralen Kontext. Es waren nicht nur regionale Goldschmiede wie Peter Ramoser, Abraham Anton Hussl und Johann Wild, sondern vor allem Augsburger Meister, die den Ruf höchster Qualität genossen und deren Objekte allgemein gefragte Importartikel waren – auch auf den Bozner Messen. Die Messen und Märkte in Bozen legten seit dem Mittelalter die Basis für den Wohlstand der Stadt, der sich auch in den zahlreichen Stiftungen zur liturgischen Ausstattung der Bozner Dompfarrkirche widerspiegelt.

Raum 4: Im vierten Raum werden die Erhebung der Pfarre zur Propstei, die prächtige Ausstattung des Propstes und die liturgischen Farben beleuchtet. Nachdem die Pfarre 1716 durch die Einrichtung eines Kollegiatsstiftes eine wichtige Aufwertung erfahren hatte, erreichte die Stiftungsfreudigkeit von Seiten des Adels, des Bürgertums und der Geistlichkeit eine neue Blüte. Dies zeigt sich auch in den überaus zahlreichen Schenkungen von prunkvollen Gewändern, deren Farben mit den Festen des Kirchenjahres in Verbindung stehen. Im Laufe der Zeit erlangte das Kollegiatsstift einige wichtige Auszeichnungen – so erhielt der Propst 1723 die päpstliche Erlaubnis, den Stab und die Bischofsmütze zu tragen.

Weitere Informationen

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 10:00 - 12.30 Uhr
Eintritt € 3 Erwachsene
€ 2 Senioren und Studenten
€ 1 Kinder und Jugendliche von 6 - 18 Jahren

€ 20 Gruppen bis 15 Personen
€ 30 Gruppen bis 30 Personen
€ 50 Gruppen ab 30 Personen

Schulklassen: € 1 pro Schüler
Kontakt Domschatzkammer Bozen
Pfarrplatz 27 I – 39100 Bozen
Tel: +39 0471 323814 oder +39 0471 978676
Fax: +39 0471 978107
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Dompfarre Maria Himmelfahrt Bozen

Pfarrplatz 27, 39100 Bozen

Pfarramt: 0471 978676
geöffnet von

info@dompfarre.bz.it

Öffnungszeiten des Bozner Doms:
Mo – Fr von 7.30 bis 18.00 Uhr (durchgehend)
So von 8.00 bis 20.00 Uhr (durchgehend)


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