Unser neuer Seliger Josef Mayr-Nusser (1910-1945)

Am 18. März erlebt unser Dom die Seligsprechung des Jugendführers und Vinzenzbruders Josef Mayr vom Nusserhof am Bozner Boden. Tags darauf, dem Hochfest des hl. Josef Nachmittag, wird ein Dankgottesdienst gehalten.

Josef Mayr, geboren am 27. Dezember 1910, arbeitete nach der Handelsschule bei der Firma Eccel und wechselte 1941 zu Amonn. Neben seiner Berufstätigkeit bildete er sich ständig weiter, besonders im religiösen Bereich und in seinem Hobby, der Astronomie. Große Vorbilder waren ihm der englische Lordkanzler Thomas Morus und der Freiheitsheld Peter Mayr, der sein Leben nicht durch eine Lüge erkaufen wollte. Josef selber beeindruckte durch seinen tiefen Glauben und sein konsequent christliches Leben.

1932 trat er der Bozner Vinzenzkonferenz bei. Für ihn eine Gelegenheit, sein Christsein zu bezeugen. Als 1935 eine neue Konferenz gegründet wurde, bestellte man ihn zu deren Präsidenten. Mehr noch als die Vinzenzkonferenz nahm Josef die Katholische Jugend in Anspruch. Als diese 1933 gegründet wurde, hat man ihn zu deren Führer im Deutschen Anteil der Erzdiözese Trient gewählt. Er besuchte die Gruppen in den Pfarreien, leitete Tagungen und schrieb Beiträge für die „Jugendwacht“, u. a. das bekannte Wort: „ Zeugnis geben ist heute unsere einzige, schlagkräftigste Waffe... Nicht Schwert, nicht Gewalt, nicht Geld, nicht Einfluss geistigen Könnens..., nichts von all dem ist uns geboten, um die Herrschaft Christi auf Erden aufzurichten. Etwas ganz Bescheidenes, doch viel Wichtigeres hat uns der Herr geboten: Zeugen zu sein.“ (Jugendwacht vom 15. Jänner 1938). Berater und Stütze waren ihm sein geistlicher Bruder Jakob und der Jugendseelsorger Josef Ferrari.

Bei der Option 1939 entschloss sich Josef zu bleiben und als Mitglied des Andreas-Hofer-Bundes überredete er auch andere dazu, so Hildegard Straub, die er 1942 heiratete. Ein gutes Jahr später kam Sohn Albert zur Welt. Im September 1944 wurde er - als italienischer Staatsbürger völkerrechtswidrig - zum deutschen Heer einberufen.

Mit 80 anderen Südtirolern kam er nach Konitz bei Danzig, wo man alle der Waffen-SS zuteilte. Josef machte die Ausbildung mit, doch erklärte er einen Tag vor der Eidesleistung, dass er den Eid aus Gewissensgründen nicht leisten könne. Diese Entscheidung war Frucht eines ernsthaften Ringens mit sich selbst, wie aus seinen Briefen hervorgeht. An seine Frau Hildegard schrieb er kurz vorher: „Dieses Bekennen müssen wird sicher kommen, es ist unausbleiblich, denn zwei Welten stoßen aufeinander, zu deutlich haben sich Vorgesetzte als entschiedene Verneiner und Hasser dessen gezeigt, was uns Katholiken heilig und unantastbar ist.“ Und er wolle, „lieber sein Leben verlieren als den Weg der Pflicht zu verlassen“. Seinem Bettnachbar Hans Karl Neuhauser aus Bruneck, der ihn umzustimmen suchte, gab er zu bedenken „Wenn nie jemand den Mut aufbringt, zu sagen, dass er mit den nazistischen Anschauungen nicht einverstanden ist, wird es nie anders.“

Josef wurde in Danzig wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und sollte in Dachau erschossen werden. Auf dem Weg dorthin erlag er in Erlangen seinen Strapazen. Er wurde zunächst dort begraben, 1958 nach Südtirol überführt und an der Wand der Kirche von Lichtenstern am Ritten beigesetzt. Seine endgültige Ruhe- stätte wird er im Dom von Bozen finden, wohin man ihn am 19. März feierlich um- betten wird. Liturgisch wird sein Fest am 3. Oktober gefeiert werden.

Dr. Josef Innerhofer, Postulator der Seligsprechung

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